Dr.Brill Scientific Service News Center

Hier finden Sie aktuelle Informationen rund um unser Unternehmen und unsere Branche im Überblick. Bei Fragen und Anregungen zu Themen oder Inhalten kontaktieren Sie uns gerne!

29. November 2022
Sie interessieren sich für Wundheilung? Wir auch!
Und um Ihnen mit gewohnt kompetenter Art auch bezüglich dieser Fragestellung ein guter Partner zu sein, entwickeln wir für Sie und mit Ihnen Prüfungen zum Thema antimikrobielle Wundbehandlungsprodukte. Da dieser Sektor noch Nachholbedarf in Sachen internationaler Standards hat, wir aber auch schon zum heutigen Tag Handlungsbedarf sehen, sind wir zu verschiedenen Fragestellungen aktiv. Insbesondere die Etablierung des Konzeptes der Biofilme im Kontext von Wundbehandlung ist von großem Interesse, denn dessen besondere Eigenschaften gilt es zunächst zu verstehen und bei der Behandlung berücksichtigen gilt. Daher forschen wir mit unseren Kollaborationspartnern (z.B.: Prof. Dr. med. Ewa Stürmer, UKE; PD Dr. Cornelia Wiegand, Uniklinikum Jena; Dr. med. Thomas Eberlein, Woundconsulting) zu diversen Themen und teilen unsere Erkenntnisse auf fachkundiger Bühne: Einfluss auf Dekolonialisierung und Biofilmreduktion von Harnwegskathetern durch Spülung mit Polyhexanid (DOI: 10.1186/s12894-018-0362-3 und 10.1186/s12894-021-00826-3) Antimikrobielle Wundauflagen in ihrer Wirksamkeit gegenüber Pseudomonas aeruginosa Biofilmen (DOI: 10.3389/fmicb.2021.664030) Alternative Behandlung von Biofilmen durch Stimulation der Wundheilung mittels „Pulsed low-intensity laser treatment“ (DOI: 10.1016/j.jphotobiol.2022.112504) Entwicklung eines neuen 3D-Hautinfektionsmodells als Alternative zu Tiermodellen im Rahmen des Kooperationsprojektes „InVitroWund“ (DGKH Kongress 2022, CAHMV Kongress 2021)   Was wir für Sie tun können: Haben Sie ein interessantes Projekt zu dem Thema und benötigen Sie Unterstützung in beratender Funktion? Durch unser starkes Engagement auf Normungsebene und unser breites Netzwerk, können wir Ihnen bereits vor der experimentellen Arbeit unsere Hilfe anbieten. Haben Sie bereits eine Fragestellung, die Sie gerne experimentell untermauern würden? Dann sprechen Sie uns gerne an. Dies kann sowohl im Kontext von Biofilmen aber auch generell zum Thema Wundauflagen sein. Wir bieten Ihnen nicht nur die Standardtests an, die Sie für Ihre Zulassung benötigen (z.B.: Suspensionsversuche nach EN 13727 und EN 13624). Wir planen und führen auch Projekte auf Basis unserer etablierten Hausmethoden durch, um auch ohne international gültige Norm schon heute eine Standardisierung zu erreichen. Liegt Ihr Projektplanung evtl. noch in der Zukunft? Dann freuen wir uns Ihnen mitzuteilen, dass aktuell die prEN17854:2022-07 den Entwurf-Status erreicht hat, sodass wir Ihnen vielleicht bald auch eine international gültige Prüfnorm anbieten können. Haben Sie ein Anliegen, das hier nicht aufgeführt ist? Kein Problem, sprechen Sie gerne unser Team unter Scientificservice@brillhygiene.com an. Aktuelles: Da das Thema immer wieder Anlass zum Austausch bietet, laden wir Sie herzlich zu der Veranstaltung „Online-Update Hygiene und Infektionsprävention“ des Life Science Nord Netzwerks am 08.12.2022 ein (https://lifesciencenord.de/de/events/detail/online-update-hygiene-und-infektions-praevention-10.html), die unter anderem Wundbehandlung im Focus hat und die Sie sich auch gerne nach Upload on-demand in der Mediathek ansehen können (https://academy.brillinstitutes.com/de/Mediathek/webinare). Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
24. April 2022
16. Kongress für Krankenhaushygiene 01. bis 04. Mai 2022
Der diesjährige 16. Kongress für Krankenhaushygiene findet vom 01. bis 04. Mai 2022 als Hybridveranstaltung statt. Auch in diesem Jahr sind wir mit einigen Vorträgen vertreten.  Folgende Vorträge werden von Referenten aus unserem Hause gehalten:  02.05.22, 16:45-18:15, Saal 2 - Salon 21 - Symposium Hygiene in der Zahnarztpraxis Virucidal potential of oral rinses and nasal sprays against SARS-CoV-2 and their mode of action: T. L. Meister (Bochum) 03.05.22, 10:30-12:00, Saal 1 - Berlin - Symposium Reinigung, Desinfektion und Sterilisation Fibrin-Prüfkörpermodell – Bestimmung der Leistungsfähigkeit von Reinigern für die manuelle Instrumentenaufbereitung: M. Wehrl, U. Rosenberg, F.H.H. Brill, H. Gabriel, A. Kampe, W. Michels, K. Roth, L. Schnieder, P. Frey, J. Köhnlein, O. Riebe, A. Hartung, R. Bloß, G. Kirmse, M.-T. Linner, D. Martini, M. Tschoerner, U. Weber, S. Krüger, H. Martiny, J. Gebel  (Krefeld, Zuchwil, Hamburg, Warburg, Tübingen, Schwerin, Frankfurt am Main, Tuttlingen, München, Lörrach, Gütersloh, Grünendeich, Berlin, Bonn) GA/PES-screen. Eine Schnelltest zum visuellen Nachweis von Desinfektionsmittelrückständen auf Endoskopen: A. Kampe, M. Wehrl, F. H.H. Brill (Hamburg, Krefeld) 03.05.22, 14:00-15:30, Saal 1 - Berlin - Symposium Reinigung und Flächendesinfektion Einflüsse der chemisch-physikalischen Formulierung alkoholbasierter Desinfektionsmittel auf die Wirksamkeit gegen das Adenovirus: M. Ruhlandt, A. Arndt, H. Henze, A. Dotzauer, B. Becker, D. Paulmann, F. H. H. Brill (Hamburg, Bremen) 04.05.22, 11:00-12:30, Saal 2 - Salon 21 - Symposium Freie Vorträge Das schafblutbasierte Wund-Biofilm-Modell(sb-BIOM). Eine praxisnahe Methode zur Wirksamkeitsevaluierung von antimikrobiellen Wundprodukten im Milieu chronischer Wunden: A. Kampe, V. Wiencke, F. H.H. Brill (Hamburg)   Das komplette Programm des diesjährigen Kongresses finden Sie HIER
11. Februar 2022
Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar
Der Diskurs um die Gleichstellung der Geschlechter ist auch in der Wissenschaft von hohem Stellenwert. Nach einer Statistik des deutschen UNESCO-Instituts liegt der weltweite Frauenanteil in der Wissenschaft bei nur ca. 30% (vgl. UNESCO-Institut 2022). Um die Problematik zu thematisieren, wurden von der UNESCO und UN-WOMEN der „Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft“ ins Leben gerufen. Auch wir als Unternehmen, welches mitunter im wissenschaftlichen Bereich tätig ist, möchten auf die Thematik um die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam machen. Im Rahmen dessen, haben wir zwei unserer Wissenschaftlerinnen befragt, welche Wünsche und Bedingungen Sie haben, um langfristig in der Wissenschaft arbeiten zu wollen.   Vanessa Wiencke hat die Frage wie folgt beantwortet: "Respekt, Anerkennung und Sicherheit - In vielen Bereichen der Wissenschaft ist es für Frauen und Mädchen nicht leicht sich überhaupt ausbilden zu lassen. Wenn man z.B. zu hören bekommt, frau solle sich von ihrem großen Bruder zeigen lassen, wie man gewisse Rechnungen durchführt, schreckt das ziemlich ab und führt zu einer gewissen Demotivation. Dies ist nur eines von vielen Dingen, die mir im Studium begegnet sind und die gelinde gesagt einfach nur respektlos sind. Nach einem Wechsel der Fachrichtung und der Hochschule merkte ich das erste Mal, dass es auch Wissenschaftler gibt, die keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern, Nationalitäten oder politischen sowie religiösen Orientierungen machen. Eigentlich sollte dies in unserer modernen Gesellschaft normal sein. In einigen Bereichen der Wissenschaft scheint dies aber nicht der Fall zu sein. Blickt man mal zurück in die Geschichte, sieht man häufig, dass großartige Wissenschaftlerinnen tolle Entdeckungen gemacht hatten, für die andere Wissenschaftler dann die Anerkennung bekamen. Ob es daran lag, dass sie „nur Frauen“ waren sei dahingestellt. Definitiv ist es aber so, dass Frauen und Mädchen häufig nicht zugetraut wird gute Wissenschaftliche Arbeit zu leisten. Nur eine wirklich herausragende Leistung wird zumeist anerkannt. Es gibt Studien, die belegen, dass die mathematische Leistung von Mädchen gemindert wird, wenn sie vor einem Test hören, dass Mädchen nicht rechnen können. Ich wünsche mir, dass auch weiterhin meine Leistungen anerkannt werden und dass andere Frauen und Mädchen für ihre Leistungen bereits im Kindesalter anerkannt und gefördert werden. Wenn man ein naturwissenschaftliches Fach studiert, bekommt man erzählt, dass wenn man in der Wissenschaft arbeitet, es in der Regel so ist, dass man für eine gewisse Zeit an einem Projekt arbeitet und sich nach Abschluss eines Projektes ein neues Projekt und damit einen neuen Job suchen muss. Das bringt zwar viel Abwechslung und einen gewissen Grad an Abenteuer mit sich, aber auch eine gewisse Unsicherheit. Als Frau kommt meistens früher oder später das Thema Familie auf. Wenn frau sich nun alle paar Jahre einen neuen Job suchen muss und Gefahr läuft zwischenzeitlich auszufallen führt das zu einem Zwiespalt zwischen der Familienplanung und der Karriere in der Wissenschaft. Zudem ist es häufig noch so, dass meistens die Frauen den Haushalt machen und die Kindererziehung übernehmen. Dies ändert sich zwar langsam, aber eben nur langsam und führt dazu, dass Mütter eine mindestens 1,5-fache Arbeitsbelastung haben als andere Frauen. Für die zukünftige mögliche Familienplanung wünsche ich mir eine gewisse finanzielle Sicherheit. Ich möchte keine Kinder großziehen, ohne für sie da sein zu können. Gleichzeitig möchte ich aber auch meine wissenschaftliche Arbeit gewissenhaft und gründlich ausführen können. Ohne den richtigen Partner an meiner Seite, den Rückhalt meiner Kollegen und die Sicherheit meines Arbeitgebers ist ein Spagat zwischen Familie und Arbeit für mich undenkbar. Ich denke, dies ist nicht nur in der Wissenschaft so. Als Wissenschaftlerin mit Festanstellung in einem Unternehmen habe ich mehr Sicherheit, um meine Wünsche und Ziele verwirklichen zu können. Ich bin froh, in einem familiären Unternehmen wie diesem zu arbeiten, in dem man unabhängig von Geschlecht respektvoll miteinander umgeht.“   Eine weitere Kollegin schreibt: „Um langfristig in der Wissenschaft arbeiten zu wollen und auch zu können braucht es neben eines positiven Arbeitsumfelds und einer entsprechenden monetären Komponente natürlich weiterer Faktoren. Ein ganz wichtiger Faktor sind natürlich (stabile) Arbeitsbedingungen. Gerade um langfristig in der Wissenschaft tätig sein zu können ist es unerlässlich die für die Forschung und Wissenschaft notwendigen Arbeitsbedingungen nicht nur anfangs vorzufinden, sondern auch auf der Zeitachse verlässlich darauf weiter bauen zu können, also nicht nur kurze Zeitverträge zu bekommen. Ein weiterer, nicht weniger wichtiger Faktor, ist die Möglichkeit sich bei der Zielsetzung aktiv einbringen und diese mit formulieren zu können. Dies auch und gerade im Hinblick auf die Eigenmotivation, diese Ziele dann auch erreichen zu können. Last but not least, rundet die Vereinbarkeit von Beruf (Wissenschaft) und Familie die Bedingungen ab um langfristig in der Wissenschaft arbeiten zu wollen.“   Bildquelle: <a href='https://www.freepik.com/vectors/scientist'>Scientist vector created by pch.vector - www.freepik.com</a>